Berlin 2022 – Bericht

Fahrt der Jugendzentren nach Berlin – ein Bericht aus zwei Perspektiven

Zur diesjährigen Jugendfahrt nach Berlin der Jugendzentren der Ortsgemeinden Kruft, Ochtendung und Plaidt gibt es dieses mal einen etwas anderen Nachbericht, einerseits aus Sicht der Jugendpfleger*innen und einen Bericht aus Sicht der Teilnehmenden.

Aus Sicht der Jugendpfleger*innen:

Martin Busenbender (JUZ Kruft), Tom Geisen (JUZ Ochtendung) und Nadine Bohr (JUZ Plaidt) sind sich einig:  es war uns eine Freude nach langer coronabedingter Pause wieder gemeinsam mit euch eine Fahrt zu planen und gemeinsam unterwegs zu sein!

Der Austausch und die rege Beteiligung an der Planung der Fahrt und die positiven Rückmeldungen der 23 Teilnehmenden im Alter zwischen 14 und 19 Jahren belohnen uns für die Mühen und das eine oder andere graue Haar mehr, das eine Jugendfahrt (oder ein „Urlaub für Jugendpfleger*innen“ wie die Jugendlichen es beschreiben 😉 ) insbesondere in Zeiten von Corona mit sich bringt. Als wir begannen die Fahrt im Spätsommer 2021 zu planen, dachten wir, dass durch die damals möglich gewordenen Impfungen auch für Jugendliche das Thema bis zu den Osterferien 2022 “erledigt sei”, mit voranschreitender Zeit bescherte unser damaliger Optimismus uns die ein oder andere Schweißperle auf der Stirn. Trotz der ein oder anderen unruhigen Nacht und der dann tatsächlich zwei durch Erkrankung ausfallenden Teilnehmenden kurz vor und während der Fahrt hat es sich am Ende doch gelohnt, wir freuen uns über eure Rückmeldungen!

Vielen Dank an eine tolle Gruppe für die auch aus unserer Sicht gelungene Fahrt! Herzlichen Dank auch an Autorin Julia Hessel, die gemeinsam mit weiteren Mitfahrenden folgenden Bericht verfasst hat. 

Martin, Tom & Nadine

 

Aus Sicht der Teilnehmenden:

JUZfahrt Berlin 2022

19. April 2022, um 4.15 Uhr morgens am Andernacher Bahnhof. Auch wenn keiner von uns begeistert war, schon um diese Uhrzeit mit dem ganzen Gepäck in den Zug einzusteigen, war die Aufregung groß.

Als die sechsstündige Fahrt dann geschafft war, freuten sich alle in das Hotel zu kommen und mit dem Programm, besonders aber mit der generellen Erkundung von Berlin, zu beginnen. Jedoch stand zuerst die Stadtrallye auf dem Plan, welche zu großer Verwunderung von allen, untypisch gestaltet war. So hatte sich keiner vorstellen können, mit einem IPad voller Aufgaben durch die Innenstadt zu laufen und sich von Passanten beim Luftgitarre spielen filmen zu lassen. Trotz alledem sorgten aber gerade diese Peinlichkeiten für Freundschaften, welche nicht nur die Fahrt, sondern auch darüber hinaus halten würden.

Gemeinsames Frühstück, Morgenprogramm, mittags Freizeit und abends Kartenspiele in den Zimmern der anderen. So lief für einige von uns der Tag ab, denn auch wenn wir abends ebenso Programm angeboten bekamen, war es teilweise doch einfach schöner mit den neuen Freunden im Zimmer zu sitzen und sich über alles möglich zu unterhalten, als noch mehr herumzulaufen. Auch in diesem Punkt wurden unsere Freiheiten den Betreuern hoch angerechnet, denn es war uns auch möglich noch abends im Umkreis herumzulaufen, ohne auf einen der Betreuer angewiesen zu sein, solange wir uns an die Regeln hielten.

Weitere Sache, die bei den Teilnehmern sehr gut ankamen, waren die vielfältigen Programmpunkte, wobei es immer mehrere Entscheidungen gab, und natürlich die viele Freizeit, wo uns durch die Gruppentickets für Zug und Bahn, so gut wie keine Grenzen gesetzt waren. Dabei kamen jedoch besonders der Besuch in der Kuppel des Bundestags, der Ausflug ins Wachsmuseum von Madame Tussauds, das Videospielmuseum und das Illuseum besonders gut an, einfach weil es den Dingen entsprach, die uns als Teilnehmer interessierten. Hierbei sind bewusst jedoch nur ein paar Programmmöglichkeiten genannt, gab es noch weit mehr Auswahl, die teilweise auch kostenlos war, um Jugendliche mit weniger Geld zu unterstützen, sodass wirklich für jeden etwas dabei war.

Zumindest aus meiner Sicht sorgten diese Beschäftigungen, zusammen mit unseren Freiheiten, auch dafür, dass während der Fahrt nichts passierte und wir alle als Gruppe, den Betreuern keinerlei Probleme bereiten haben, zumindest solange sie nichts von gewissen Kleinigkeiten erfuhren. Dies führte aber auch dazu, dass es den Betreuern selbst möglich war zu entspannen und die Fahrt schon fast als Urlaub bezeichnen zu können.

Als die 5 Tage schlussendlich rum waren, standen wir samstags um 14.30 Uhr zwar erneut am Bahnhof, jedoch war die Stimmung deutlich besser als bei der Hinfahrt. Süßigkeiten wurden sowie Nummern ausgetauscht und es wurden noch die letzten Sitzplätze besprochen, bis wir dann, mit ein wenig Verspätung, um 21.00 Uhr wieder in Andernach waren und unsere Berlinfahrt damit beendet war.

Dabei möchte ich mich hier auch noch einmal, im Namen aller Teilnehmer, bei den Betreuern für die großartige Zeit bedanken und für die gegebene Möglichkeit, das Programm aktiv mitzugestalten. Dankeschön!

 

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